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Förderverein Kolokani e.V.

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Partnerschaftskonferenz der

Metropolregion Rhein-Neckar

 

Die lange Zeit der intensiven Vorbereitung endete am Dienstag, 9. November 2021 kurz vor 14:00 Uhr. Die ersten Teilnehmer schalteten sich in die Videokonferenz zu und pünktlich konnte die Konferenz eröffnet werden.

 

Drei Themenbereiche ergaben sich aus den Rückmeldungen der 9 teilnehmenden Kommunen innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar und deren Partnern im globalen Süden:

(a) Bildung

(b) Wasser

(c) Klima, Energie und grüne Transformation

 

Der Förderverein Kolokani hat als Thema „Waldaufforstung“ gemeldet und war in der Arbeitsgruppe (c).

 

Die Konferenz war teilweise in dem virtuellen Raum „Plenum“ oder in den Räumen für die Workshops, in denen die Teilnehmer sich an die Lösungsmöglichkeiten heranarbeiteten.

 

Unser Partner AJK in Kolokani war mit dem zuständigen Förster und weiteren Fachleuten vertreten. Mit dabei war auch der Generalsekretär des Kreises Kolokani. Unser Verein konnte einen Fachmann aus der Forstwirtschaft für die Teilnahme gewinnen.

 

Am ersten Abend gab es Gelegenheit für die teilnehmenden Kommunen und ihren Partnern, sich separat austauschen.

 

Kulturelle Beiträge rundeten die Konferenz ab. Die Hoffnung der Teilnehmer ist, sich in der nächsten Konferenz wieder persönlich zu treffen.

Mali kommt nicht aus der Krise

Nach dem „Putsch“ sprechen wieder viele über Mali. Nicht immer wird die Situation richtig dargestellt. Deshalb der Versuch, die Abläufe der letzten Tage aus der Sicht von interessierten Maliern und deren Möglichkeiten, Informationen zu erhalten, darzustellen.

 

Zunächst ein Überblick über die zurzeit handelnden Personen:

Bah N’Daw:         Interimspräsident vom 25. September 2020 bis 26. Mai 2021, pensionierter Militär

Assimi Goïta:       Vizepräsident vom 25 September 2020 bis 25 Mai 2021, Militär
Präsident (kommissarisch) seit dem 26. Mai 2021

Moctar Ouane:    Premierminister seit dem 27. September 2020

 

Eine Woche vor der Festnahme des Präsidenten und seines Premierministers wurde die Regierung aus dem Amt entlassen. Die Gewerkschaft der malischen ArbeiterInnen streikte, weil es der Premierminister abgelehnt hatte, mit dieser Gewerkschaft zu verhandeln.

 

Nun funktionierte nichts mehr.

 

Zwischenzeitlich hat der französische Staatspräsident Macron die westafrikanischen Präsidenten zu einer Konferenz über die „Corona-Krise“ in den westafrikanischen Staaten eingeladen. Daran hat auch der malische Übergangspräsident Bah N’Daw teilgenommen.

 

Am Rande der Konferenz informierte Bah N’Daw den französischen Staatspräsidenten darüber, dass zwei Minister (Militärs), die in Russland ausgebildet wurden und noch immer gute Beziehungen hatten, Waffen in Russland bestellt hatten.

 

Jeder Malier weißt, dass Frankreich nicht will, dass die malische Armee Beziehungen zu Russland unterhält. Prompt hat auch der französische Staatpräsident Macron dem Übergangspräsident Bah N’Daw empfohlen, die beiden Militärs nicht mehr in ihre Ministerämter zu berufen.

 

Die Kabinettsliste, die am 24. Mai 2021 vorgestellt wurde, enthielt nicht mehr die Namen der beiden Militärs. Dies war der Anlass für die Verhaftung des Übergangspräsidenten Bah N’Daw und des Premierministers Moctar Ouane durch den Vizepräsidenten Assimi Goïta.

 

Die Mitglieder der Afrikanischen Union und die Mitglieder von ECOWAS kamen am 26. Mai 2021 nach Mali um in Verhandlungen zu erreichen, dass der Übergangspräsidenten Bah N’Daw wieder in sein Amt kommt – was aber nicht gelang.

 

Noch am selben Tag sind der Übergangspräsident Bah N’Daw und sein Premierminister Moctar Ouane zurückgetreten. Am 26. Mai 2021 wurde Assimi Goita kommissarischer Präsident, aber es gibt noch keine Regierung. Die Gewerkschaft der malischen ArbeiterInnen haben ihren Streik beendet, bis eine neue Regierung gebildet ist.

 

Wegen dieses erneuten „Putsches“ der Militärs wollten die ECOWAS und einige internationale Organisationen Mali bestrafen. Die BCEAO, Zentralbank der CFA-Länder drohte, ihre Tür zu schließen. In den Augen von vielen Ländern darf diese Tat von Militärs nicht ungestraft bleiben. Es ist auch ein Kampf um Posten. Zurzeit ist Mali lahmgelegt.